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Tarif

Wird Tariflohn bezahlt?
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Wird Weiterbildung ermöglicht?
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Werden Leihbarbeiter beschäftigt?
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Werden Azubis übernommen?
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Betriebsklima

Infos zu Diskriminierung und Mobbing
Ist der Betrieb tarifgebundenes Mitglied der Innung?
Gibt es einen Betriebsrat?
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Grundlage für einen Tariflohn ist ein Tarifvertrag. Der Tarifvertrag wird von Gewerkschaften und Arbeitgebern für eine Branche verhandelt und unterzeichnet. Tarifverträge enthalten neben weiteren wichtigen Regelungen (wie zum Beispiel zur Arbeitszeit) die für die jeweiligen Berufsbilder vereinbarten Löhne.

Im Handwerk sind in der Regel die Innungen als Arbeitgeberverband die Verhandlungspartner der Gewerkschaften für Tarifverhandlungen. Viele Innungen entziehen sich aber inzwischen dieser Pflicht oder schließen Billig-Tarifverträge mit Pseudo-Gewerkschaften ab.

Faire Tarifverträge gibt es nur mit den DGB-Gewerkschaften. Im Handwerk sind das die Gewerkschaften IG BAU, IG BCE, IG Metall, NGG und ver.di. Wichtig: Je mehr Mitglieder die Gewerkschaften in Betrieben oder ganzen Branchen haben, desto mehr Gewicht können sie ihren Forderungen in Tarifverhandlungen verleihen. Also: Vorsicht vor Pseudo-Gewerkschaften und ihren Dumpinglohn-Tarifverträge. Fürs Handwerk gilt: Nur Mitglieder von IG BAU, IG BCE, IG Metall, NGG und ver.di. können sich auf ihre Gewerkschaft verlassen – und das zahlt sich aus. Deshalb: Mitglied werden!

Über elf Prozent aller Arbeitnehmer in Deutschland geben an, schon einmal von Kollegen gemobbt worden zu sein. Dumme Sprüche in der Kantine, tägliche Schikanen hinter der Theke oder der Werkbank – Mobbing hat viele Gesichter. Für die Opfer hat das oft weitreichende Konsequenzen, die sich auf die Gesundheit, die berufliche oder private Situation auswirken können. Die Folgen reichen von Demotivation und Misstrauen über Nervosität und Verunsicherung bis hin zu Krankheit und Erwerbsunfähigkeit.

Ähnliches gilt, wenn Menschen am Arbeitsplatz diskriminiert werden – zum Beispiel aufgrund ihres Geschlechts, ihres Alters, ihrer Herkunft oder ihrer Religion. Diskriminierung kann viele Formen haben: Weniger Gehalt als die Kollegen, fehlende berufliche Aufstiegschancen oder Ausschluss von Weiterbildungsmaßnahmen.

In all diesen Fällen ist guter Rat teuer, um sich aus der Situation zu befreien. Als Ansprechpartner stehen für Gewerkschaftsmitglieder die DGB-Gewerkschaften und in Streitfällen vor Gericht der DGB Rechtsschutz als erfahrene Berater bereit. Deshalb: Mitglied werden!

Was macht eine gute Ausbildung aus? Für die DGB-Gewerkschaften steht fest: Eine Ausbildung muss sich an den vorgegebenen Ausbildungsplan halten. Außerdem müssen die Azubis von qualifiziertem Personal betreut werden. Überstunden dürfen nicht die Regel sein. Und: Die Auszubildenden dürfen nicht zu Tätigkeiten herangezogen werden, die nichts mit dem Lehrplan zu tun haben.

Damit gilt: Die Privatwohnung des Chefs zu reinigen oder seinen Hund „Gassi“ zu führen – das ist verboten. Trotzdem weisen Studien nach: Nicht alle Arbeitgeber halten sich an diese Regeln. Jährliche Umfragen der DGB-Jugend zeigen außerdem, dass gerade die häufig gewählten Handwerksausbildungen im Vergleich mit anderen Ausbildungsberufen im unteren Drittel landen. Viele Auszubildende kritisieren auch die geringen Ausbildungsvergütungen.

Darum ist es schon in jungen Jahren wichtig, einen starken Partner an seiner Seite zu haben. Mitglieder einer DGB-Gewerkschaft können auf fundierten Rat und Hilfe in Streitfällen zählen. Zum Beispiel mit der Online-Beratung „Dr. Azubi“ (www.dr-azubi.de). Deshalb: Mitglied werden!

Ein Betriebsrat ist die von allen Kolleginnen und Kollegen gewählte Arbeitnehmervertretung eines Betriebs oder eines Unternehmens. Betriebsräte machen die Rechte und Interessen der Beschäftigten gegenüber dem Arbeitgeber geltend und müssen vom Arbeitgeber an bestimmten Entscheidungen beteiligt oder zumindest darüber informiert werden.

In kleinen Betrieben, wie es viele Handwerksbetriebe sind, gibt es bisher seltener einen Betriebsrat als in mittleren und großen Unternehmen. Trotzdem gilt: In jedem Betrieb mit mindestens fünf Arbeitnehmern kann – und sollte – ein Betriebsrat gewählt werden.

Denn Betriebsräte haben neben der Beteiligung der Arbeitnehmer an betrieblichen Entscheidungen weitere konkrete Vorteile für die Beschäftigten: Betriebe mit Betriebsrat haben in der Regel kürzere Arbeitszeiten und die Arbeitnehmer in diesen Betrieben sicherere Arbeitsplätze – um nur zwei Beispiele zu nennen.

Arbeitnehmermitbestimmung gibt es außerdem in der Selbstverwaltung des Handwerks: In den Vollversammlungen, also den „Parlamenten“ der Handwerkskammern, sitzen gewählte Arbeitnehmervertreter. Und einer der Vizepräsidenten einer Handwerkskammer kommt immer von der Arbeitnehmerseite.

Je mehr Beschäftigte Mitglied einer DGB-Gewerkschaft sind, desto stärker und effektiver funktioniert auch die Mitbestimmung im Handwerk – denn die Gewerkschaften geben jede Menge Unterstützung. Deshalb: Mitglied werden!

So genannte Zeitarbeitsfirmen „verleihen“ Arbeitnehmer an andere Betriebe und Unternehmen. Ursprünglich war diese „Leiharbeit“ dazu gedacht, in Ausnahmesituationen für eine begrenzte Zeit zusätzliche Arbeitskräfte einsetzen zu können – z.B. bei besonders vielen zeitgleichen Aufträgen oder beim kurzfristigen Ausfall eines Mitarbeiters.

Heute werden Leiharbeiter aber schlicht und einfach als Ersatz für Festangestellte eingesetzt. Aus einem einfachen Grund: Der Arbeitgeber muss für Leiharbeiter weniger zahlen, als für Beschäftigte in einem normalen Arbeitsverhältnis. Eigentlich müssen Leiharbeiter zwar per Gesetz gleich bezahlt werden – außer ein Tarifvertrag regelt etwas anderes.

Das haben viele Arbeitgeber ausgenutzt und mit arbeitgeberfreundlichen Pseudo-Gewerkschaften Billig-Tarifverträge abgeschlossen. Im Schnitt bekommen Leiharbeiter deshalb heute für dieselben Tätigkeiten 20 bis 40 Prozent weniger, als ihre fest angestellten Kollegen – in manchen Branchen sogar nur die Hälfte. Die DGB-Gewerkschaften versuchen zwar, mit fairen Tarifverträgen gegenzusteuern, der Grundsatz der gleichen Bezahlung ist durch die Billig-Tarifverträge der Pseudo-Gewerkschaften aber dennoch dahin.

Die DGB-Gewerkschaften fordern deshalb: Gleicher Lohn für gleiche Arbeit – gesetzlich festgelegt.

Früher hauptsächlich ein Phänomen der Industrie, setzt sich Leiharbeit auch immer mehr im Handwerk durch. Etliche Kreishandwerkerschaften haben inzwischen Zeitarbeits-Tochterfirmen gegründet, um ihren Mitgliedsbetrieben Leiharbeiter anbieten zu können. Das ist aus Sicht der DGB-Gewerkschaften ein Skandal.

Je mehr Mitglieder die DGB-Gewerkschaften im Handwerk – aber auch in der Leiharbeit – haben, desto besser können sie über Tarifverträge, die Unterstützung von Betriebsratsarbeit und politische Einflussnahme die Situation für Beschäftigte im Handwerk und in der Leiharbeit verbessern. Deshalb: Mitglied werden!

Wann haben Sie zuletzt eine vom Arbeitgeber bezahlte Schulung oder Weiterbildung bekommen? In den letzten Jahren gar nicht? Dann geht es Ihnen wie vielen Beschäftigten in kleinen und mittleren Unternehmen. Die Bundesregierung geht davon aus, dass im Handwerk etwa 40 bis 60 Prozent der Betriebe keine Weiterbildungen durchführen – und der Anteil weiterbildender Betriebe ist in den vergangenen Jahren noch gesunken, statt gestiegen.

Dabei ist Qualifizierung und Weiterbildung heute für alle Beschäftigten unverzichtbar, um gleichbleibend gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt zu haben. Auch im Handwerk gibt es immer wieder neue Entwicklungen, mit denen Beschäftigte Schritt halten müssen: von neuen Maschinen in der Tischlerei, über zunehmende Digitalisierung und Technologisierung im Kfz-Bereich bis zu neuen Arbeitstechniken für Friseurinnen oder Maler und Lackierer.

Von Weiterbildung profitieren übrigens nicht nur die Beschäftigten. Wer als Arbeitgeber an der Weiterbildung spart, spart am falschen Ende. Denn wie es so schön heißt: Die Konkurrenz schläft nicht. Gerade für Handwerksbetriebe ist die Qualität der Arbeit ihrer Mitarbeiter die wichtigste Visitenkarte. Wer in die Qualifikation seiner Beschäftigten investiert, investiert immer auch in die Zukunft des Betriebs.

Die DGB-Gewerkschaften bieten Beschäftigten und Betriebsräten Beratung und Unterstützung beim Thema Weiterbildung. Und: Je mehr Beschäftigte Mitglied der Gewerkschaft sind, desto besser lässt sich ein erfolgreich arbeitender Betriebsrat wählen. Und mit Betriebsräten erhöht sich – statistisch belegt – die Produktivität der Weiterbildung. Deshalb: Mitglied werden!